Neuseeland Nr. 5 – bye bye South Island

Ich bin in Picton angekommen – meine letzte Station auf der Südinsel. Morgen setze ich mit der Fähre auf die Nordinsel über. Irgendwie gibt es gar nicht mehr so viel zu erzählen, obwohl ich die letzten Tage sehr genossen habe. Das Wetter hat endlich zu Sommer gewechselt und es ist sonnig und warm.

Der Höhepunkt war natürlich meine Kajaktour, auf der wir Seehunde beim Essen gesehen haben. Das ist sehr eindrücklich und man kriegt auch ziemlich Respekt, wenn man diesen Seehund von so ganz nah sieht. Kajaken hatte ich mir einfacher vorgestellt, bzw. hatte ich einfacher in Erinnerung. Eine Erinnerung, die weit über 30 Jahre alt ist, da kann man schon so manches etwas verklärter sehen 😂.

Die letzten beiden Tage war ich in Nelson und entgegen meinem ursprünglichen Plan, die golden Bay zu besuchen, blieb ich beide Tage in der Stadt und spazierte diese ab. Mein Airbnb war genial gelegen, zu Fuss knapp 15min. vom Zentrum der Stadt. Ich bin einige Kilometer da rumgelaufen. In Nelson befindet sich das Zentrum von Neuseeland und nachdem ich schon den südlichsten Punkt gesehen habe, war dies natürlich ein Muss.

Und ich habe mir selbst ein Geschenk gemacht. In Nelson ist nämlich auch der Juwelier, der für den Film den EINEN Ring (korrekterweise muss man sagen, dass es mehrere waren) gemacht hat. Und so habe ich mir da eine Kopie in Silber gekauft – ich könnte ja behaupten, dass mir Silber besser steht, was wirklich so ist, aber es war mehr ein finanzieller Grund. Der Echtgold-Ring war einfach zu teuer.

Heute nun bin ich Picton angekommen, von hier geht die Fähre nach Wellington.

Rückblickend muss ich sagen, ich habe viele von den Naturschönheiten nicht gesehen, dafür die kleinen Städte lieben gelernt. Das passt auch besser zu mir, wusste ich zum vornherein, dass ich mich mit der Natur vermutlich eher schwer tue.

In diesem Sinne: bye bye South Island.

das erste Kapitel

Das erste Kapitel meiner Reise neigt sich dem Ende zu. Wir werden morgen noch den letzten gemeinsamen Tag miteinander verbringen, danach gehen wir unserer eigenen Wege. Sinira und ihr Freund fliegen am Morgen des 1. Januars nach Jakarta, ich fliege am Abend nach Auckland – weitere 9h in der wunderbaren Businessclass der Singapur Airline.

Gestern haben wir einen Beachday gemacht, das hat richtig gut getan, einfach ein bisschen am Strand liegen und die Sonne und das Meer geniessen.

Heute sind wir nach Pulau Ubin, eine Insel, von der gesagt wird, dass sie noch das ursprüngliche Singapur von vor 100 Jahren zeigt. Hmm, ob das so stimmt, wenn ganze Touristenströme dahin pilgern und mit schlecht gewarteten Bikes herumradeln, darüber kann man diskutieren. Aber es hat auf jeden Fall viel Natur, tolle Mangrovenbäume, viele verschiedene Vögel und gemäss Internet soll es auch Wildscheine haben. Die haben wir aber nicht gesehen.

Singapur ist eine tolle Stadt, die mehr zu bieten hat, als nur Grossstadtjungel. Trotzdem bin ich jetzt aber froh, dass es eine Station weitergeht.

Eine Woche lang irgendwo zu sein, hat hier jetzt gepasst, weil die Tochter hier war und ich die Zeit mit ihr und ihrem Freund wirklich sehr genossen habe, aber für meine weitere Reise ist das eines der Learnings: 1 Woche am gleichen Ort ist zu lange. Ich denke, so 2-3 Tage, wie ich das auch in etwa geplant habe, müsste vermutlich passen. Ich lass mich überraschen.

Übrigens Silvester verbringen wir im Cats-Musical und hoffen, dass wir danach einen tollen Platz mit Blick auf das Feuerwerk ergattern können.

Andalusien

Am Donnerstag geht es los. Auf nach Malaga – wer kennt nicht diesen einen Satz im Song: Campari Soda. Dann gleich weiter auf die Rundreise. Ja, es gibt viel zu sehen in Andalusien, vor allem Kirchen, Kathedralen und ähnliches.

Viel wichtiger ist meiner Freundin aus Teneriffa und mir aber, dass wir uns einfach wieder mal sehen und Zeit miteinander verbringen können. Schwatzen und tratschen, Sonne geniessen, gut essen, lachen, zusammen schweigen und sich von der Zeit treiben lassen.

Darum frei nach Goethe:

Man reist ja nicht, um anzukommen, sondern um zu reisen.

Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832)

Planung

Eine Reise beginnt immer schon lange vor der effektiven Reise – nämlich mit der Planung. Das braucht entsprechend Zeit. Zeit, die mir im Moment fehlt. Dabei würde ich so gerne für meine nächsten kurzen und langen Reisen Zeit nehmen und suchen, was ich unbedingt sehen möchte, spüren, was mir an dieser Reise wichtig sein wird.

Geplant sind:

  • Kurztrip nach Amsterdam (schätzungsweise im August)
  • eine wöchige Reise nach Andalusien (September)
  • mein Highlight Ende Jahr: 6 Wochen Neuseeland (Januar)

Tipps werden gerne entgegengenommen. Aber es gilt wie bei allen Ratschlägen: Ich entscheide selber, was ich damit mache.

Die Detailplanung der Reisen wird nach Abgabe meiner Abschlussarbeit in Angriff genommen. Die Vorfreude ist nicht weniger gross 🙂