Neuseeland Nr. 1 – angekommen

Endlich bin ich angekommen in dem Land meiner “abenteuerlichen” Reise. Viele werden sich denken “man, was macht die für ein Theater um diese Reise. Sie ist nicht die erste, die durch Neuseeland reist und auch nicht die einzige, die das alleine macht, also wo ist das Problem?”

Es gibt kein Problem, aber ich war in meinem Leben noch nie alleine reisen, ich bin 55, fühle mich diesbezüglich uralt, weil ich überall nur Blogs und Instastories von jungen oder zumindest jüngeren Leuten sehe. Irgendwie würde ich mich natürlich freuen, wenn ich auch Menschen in meinem Alter kennenlerne. Nichts desto Trotz kann ich aber sagen, dass die ganz wenigen Begegnungen, die ich bereits hatte (“is this the Boat to Auckland” – “yes, I hope it is” mit einem big smile) sehr nett waren. Die Leute versuchen zumindest, mich und mein Schweizer-Englisch zu verstehen. Ich selber verstehe sie wesentlich besser als die Asiaten mit ihrem Singsang-Englisch, das für mich so komplett unverständlich betont wird.

Gestern nun bin ich in Auckland – Devonport angekommen. Ein Freund von mir wohnt da, ich habe ihn seit sicher 20 Jahren nicht gesehen und es freute mich riesig, als ich per Zufall sah, dass er hier wohnt. Natürlich kann ich bei ihm im Haus schlafen.

Allerdings blieb nicht mehr viel mehr Zeit, als Devenport zu erkunden und ein wenig zu quatschen, einander aufzudaten, was so geschehen ist. Devenport ist ein hübsches kleines Städchen, das von vielen viktorianischen Häusern gesäumt ist. Würde ich in Auckland wohnen wollen, wäre dies eine der Gegenden meiner Wahl. Man ist mir der Fähre in weniger als 10min im Business District von Auckland, ist von überall her in Kürze am Strand und das ganze Städtchen wirkt freundlich und gemütlch.

Wie mein Freund aus Auckland meint, kann man an einem Tag in Auckland die ganzen 4 Jahreszeiten erleben, am Morgen noch herbstlich, eher etwas kühl, dann Regen und sehr frisch, nun am Nachmittag scheint die Sonne und es ist wunderbar warm, und überall blühen frühlingshaft die Blüten.

Aber der Wind hier würde mir vermutlich schnell mal auf den Geist gehen. Entweder man kämpft sich dagegen und hat dafür die Haare frisch geföhnt, oder man geht mit dem Wind, blind tapsend, weil es einen die ganzen Haare ins Gesicht flattert. Und meine Haare sind leider noch zu kurz, um sie elegant nach hinten zu binden.

Morgen Nachmittag fliege ich weiter nach Christchurch, 2 Tage noch ohne Auto. Da freu ich mich vor allem auf die Übernachtung in einem alten Gefängnis. Bin mal gespannt und werde dann auf jeden Fall berichten.

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